Kirchenchor St. Martinus Nottuln

Unterwegs nach Emmaus

Kantate von Michael Wittig

Nottuln, 18.04.2023 - „Die Stimmung ist sehr gut rübergekommen“, lobten die begeisterten Besucherinnen und Besucher am Sonntagnachmittag das Konzert in der St.-Martinus-Kirche.

Unterwegs nach Emmaus

Mit der Kantate „Unterwegs nach Emmaus“ von Michael Wittig präsentierten die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Martinus ein modernes Stück, das die Passionsgeschichte noch einmal vor Augen führt. 

Chorleiter Heiner Block hatte dazu ein Ensemble von Instrumentalisten aus Münster, Havixbeck und Nottuln frei zusammengestellt. Neben Querflötistin, Streichern und einer Pianistin auch  Dr. Lilian Sutikdja, die als Solistin mit ihrem Sopran entzückte.


„Emmaus, ein kleiner unbedeutender Ort in Israel“, blickte Sprecher Pfarrer Franz Anstett nach der ersten musikalischen Einstimmung rund 2000 Jahre zurück. Dort trafen die Zuhörenden dann zwei Jünger, Jeannette Breitkopf-Schönhauser und Jutta Glanemann, die sich auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus über die Ereignisse der letzten Tage unterhielten. Und der Chor sang: „Wir sind unterwegs“.

Traurig erinnern sich die Jünger an die Jahre mit ihrem Meister. „Alles begann so verheißungsvoll“, dachten sie an die Hosianna-Rufe und konnten sie gleich darauf auch von den Sängerinnen und Sängern hören. Aber nach diesen frohen Weisen sprach Pfarrer Anstett dann Jesu Worte, mit denen dieser sein Leiden angekündigt hatte.
„Er hat sich nicht gewehrt“, äußerten sich die Wandernden fassungslos und der Chor sang: „Wozu ist das gut?“

 Drei Tage nach der Kreuzigung waren die Jünger fast zu Hause. „Während des Gesprächs gesellte sich Jesus zu ihnen, aber sie erkannten ihn
nicht“, erinnerte Franz Anstett. Erst als er das Brot brach, begriffen sie: „Nun können wir wieder hoffen.“ Voller Freude sang dementsprechend auch der Chor: „Jesus lebt".
Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum bei den Akteuren für die gelungene Auf-
führung und bekam dafür noch einmal „Jesus lebt“ als Zugabe.